Online-Medien und Werbung

Thursday, January 20, 2005

Craigslist: Schrecken für Anzeigenbranche


Kostenlose Anzeigenportale machen Zeitungen, die vom Anzeigengeschäft abhängig sind, Konkurrenz. Ein Beispiel aus den USA: Craigslist.

„Das wird jedem, der im Anzeigengeschäft tätig ist, einen Schrecken einjagen“, sagt Jim Townsend von der US-Beratungsfirma „Classified Intelligence“ in der New York Times Online-Ausgabe vom 17. Jänner 2005. Gemeint ist „Craigslist“, eine Online-Tauschbörse mit Sitz in San Francisco. Das Erschreckende daran für die übrige Anzeigen-Branche ist die Tatsache, dass „Craigslist“ völlig kostenlos ist: Keine Banner, keine Pop-Ups, keine Registrierungsplicht, keine Gebühren. Lediglich Job-Anbieter aus New York, Los Angeles und San Francisco/Bay Area müssen für ihre Inserate bezahlen. Laut Townsend müssen Zeitungen aus San Francisco dadurch allein bei den Job-Anzeigen jährlich mit 50 bis 65 Mio. US-$ Umsatzeinbüßen rechnen.

Die Erfolgsgeschichte von „Craigslist“ begann vor etwa zehn Jahren: Der Gründer, Craig Newmark, wollte eigentlich nur seinen Freundeskreis über Veranstaltungen in San Francisco informieren. Er versendete also e-mails an sie. Der Online-Kontakt steigerte sich innerhalb kurzer Zeit zu einer Art Tauschbörse aus der später „Craigslist“ wurde. Das Unternehmen kommt mit nur 14 Mitarbeitern aus und hat einen jährlichen Umsatz von 10 Mio. US-$. Letztes Jahr hat das Online-Auktionshaus e-bay einen Anteil von 25 Prozent erworben. Außerdem expandiert „Craigslist“ seit dem Jahr 2003 weltweit.




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