Online-Medien und Werbung

Saturday, December 11, 2004

Salzburg.com: Fragen und Antworten

Telefoninterview mit Robert Rosin, Leiter Internet, Salzburger Nachrichten, vom 07. Dezember 2004

Maria Kapeller: Wann hat haben sich die SN entschieden, online zu gehen?

Robert Rosin: Wir sind seit 6. März 1997 im Internet vertreten.

Die Online-Ausgabe der SN finanziert sich zum Teil durch Online-Werbung. Wie wird der Rest finanziert? Zu wie viel Prozent finanziert sich die Online-Ausgabe selbst?

Die Online-Werbung stellt eine wichtige Einnahmequelle dar. Es gibt jedoch kaum Online-Ausgaben von Printmedien, die Vollkosten deckend arbeiten. Auch die Online-Ausgabe der SN arbeitet nicht Vollkosten deckend. Genaue Aussagen über die Finanzierung kann man insofern nicht machen, als die Online-Ausgabe als Teil des Printbereichs gezählt wird und so nicht separat ausgewiesen ist. Jedenfalls ist sie trotz vermehrtem Kostenaufwand ein zusätzlicher Vertriebskanal durch den zum Beispiel neue Abonnementen gewonnen werden. Außerdem stärkt die Präsenz im Internet die Marke und die Kundenbindung. Diese Variablen werden zwar nicht in Zahlen als Gewinn ausgewiesen, aber sie tragen auf jeden Fall dazu bei.

Die österreichischen regionalen Medien präsentieren unter derMarkt.at ein Internet-Portal für Anzeigen aus dem Online- und Print-Bereich, auch die SN sind Kooperationspartner. Welche weiteren Finanzierungsmöglichkeiten nutzen Sie?

Natürlich trägt derMarkt.at zur Finanzierung bei. Des weiteren bieten wir paid services an, wie zum Beispiel Hotelbuchungen, Ticketbestellungen oder den Amazon-Shop.

Ist der Streuverlust online größer als im Printbereich?

Das Ganze ist im Online-Bereich noch viel offener als bei den Printmedien, wo die Daten schone lange genau erfasst werden. Obwohl dies online nicht einfach ist, gibt es auch hier schon ziemlich brauchbare Daten.

Die Netzzeitung, eine reines Online-Medium, bietet seit einigen Jahren eine personalisierte, werbefreie, jedoch kostenpflichtige Form ihrer Ausgabe an. Wäre das auch für die SN interessant?

Bisweilen wurde eine Personalisierung noch nicht in Erwägung gezogen.

Welche Trends gibt es fürs nächste Jahr im Bereich Online-Werbung?

Werbeformen, zum Beispiel Flap Banner, gibt es ja ständig in neuen Ausführungen. Sie legen sich über die Texte und erregen so zwar Aufmerksamkeit, werden aber oft schnell wieder weggeklickt. Als Trend 2005 sehe ich die e-junior-page. Sie ist eine große Werbefläche, die neben Online-Artikeln platziert ist. Diese Form wurde aus dem Printbereich übernommen. Wir setzen nun auch im Online-Bereich darauf, eine erste Kampagne ist zum Beispiel mit telering geplant.

Danke für das Interview!

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