Online-Medien und Werbung

Sunday, December 12, 2004

Online-Werbung und Finanzierungsmodelle

Auf www.onlinejournalismus.de kann man einen Auszug der Delphi-Studie finden, welche Bestandteil eines umfangreicheren Forschungsprojektes von Professor Peter Glotz und seienm Mitarbeiter Robin Meyer-Lucht zur Zukunft von Zeitung und Zeitschriften in der digitalen Ökonomie ist.
Einen Punkt stellt Online-Werbung und Finanzierungsmodelle dar.
Die Experten schätzen, dass in vier Jahren rund fünfzehn überregionale General Interest Sites, fünf regionale oder lokale Informationsanbieter und zwanzig Angebote aus dem Bereich Special Interest profitabel seien.
Dennoch werde aber der Anteil der Online Werbung mit prognostizierten fünf Prozent 2006 weiterhin nur ein kleines Stück des gesamten Werbemarktes ausmachen und sich hauptsächlich bei den Websites von überregionalen Print- und TV-Marken und den großen Portalen abspielen.
Was der Online-Werbung laut der Studie hauptsächlich fehlte seien allgemein akzeptierte Nutzungsdaten und die Reichweite der klassischen Medien. Auch die Akzeptanz von Abonnement-Modellen werde nur langsam steigen.
Verkauft würden zukünftig neben Werbeplätzen weniger allgemeine journalistische Inhalte als zusätzliche Service-Dienste. Erfolgsversprechender schätzen die Experten die Zahlungsbereitschaft bei Inhalten für mobile Endgeräte ein. Überzeugt zeigten sie sich davon dass in Zukunft die Mehrheit der Website-Archive kostenpflichtig sind.
Einig sind sich die Experten, dass Online-Plattformen den Tageszeitungen mit Immobilien-, KFZ-und Stellenanzeigen einige ihrer Haupterlösquellen entziehen werden.
Diese müssten sich durch die Konkurrenz der Online-Medien nicht nur inhaltlich, sondern auch geschäftlich neu ausrichten. Regionale und Lokale Zeitungen seien dabei noch etwas besser positioniert als die überregionalen, schätzen die Experten. Die Vorteile des Mediums für die Nutzer der Rubrikenmärkte seien deutlich. Damit würde es für die Zeitungsverleger bitter rächen, trotz aller ähnlichen Prognosen auf diesem Gebiet zu zögerlich gehandelt zu haben.
Weitere Ergebnisse der Studie sind zu erwarten.

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